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Neujahrsvorsätze mit der KAIZEN-Methode erfolgreich umsetzen

30. Dezember 2013, 0 Kommentare

Kennen Sie das, wenn die Neujahrsvorsätze mehr oder weniger schnell – nach einer gewissen Anfangseuphorie – wieder scheitern? Ich frage mich woran das liegt und vor allem, was kann ich dagegen tun?

„Das Scheitern liegt oft daran, dass wir unsere Willenskraft überschätzen“, sagt Motivationspsychologin Wendy Wood von der University of Southern California. Veränderungen sind schwierig und viele Stolperfallen halten uns ab, unser Vorhaben tatsächlich langfristig umzusetzen. Mit welchen Hindernissen wir so zu kämpfen haben, werden hier aufgezeigt und Lösungsmöglichkeiten angeführt.

Die Macht der Umgebung berücksichtigen
Wendy Wood und David Neal haben ein Experiment gemacht: Versuchsteilnehmer erhielten im Kino Popcorn die bereits eine Woche alt waren. Die Popcorn wurden von allen Teilnehmern anstandslos verzehrt. Nicht mehr so einfach war dasselbe Experiment mit dem alten Popcorn im Rahmen einer Konferenz. Viele Versuchsteilnehmer reklamierten das Popcorn sofort als ungenießbar.

Es lässt sich daraus vermuten, dass Änderungen von Gewohnheiten in bestimmten Umgebungen leichter sind. Deshalb ist es besser in entspannter Umgebung mit dem Neujahrsvorsatz starten.

Veränderung macht Angst
Wer große Veränderungen anvisiert, bekommt leicht Angst und lässt das Vorhaben fallen. Erreicht kann ein Ziel leichter werden, wenn es in Minischritte unterteilt wird, absurd kleine Minischritte, um genau zu sein.

Eine Methode dafür kommt aus Japan und heißt KAIZEN (kontinuierlicher Verbesserungsprozess). Kaizen ist eine Denkweise, die mit stetigen Verbesserungen in kleinen Schritten die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärkt und ist ursprünglich ein Grundprinzip des Qualitätsmanagements. Statt großen Veränderungen und Investitionen fragte beispielsweise das japanische Unternehmen Toyota, was in der Firma jeden Tag ein wenig verbessert werden könnte und macht, mit den täglichen Minischritten, letztendlich Riesenentwicklungssprünge.

Der große Vorteil, KAIZEN als Werkzeug zur eigenen Handlungskompetenz zu nutzen liegt in den täglichen Erfolgserlebnissen, denn die brauchen wir! In der Psychologie gibt es dafür ein eigenes Wort: Selbstwirksamkeit. Das Konzept der Selbstwirksamkeit geht auf den Psychologen Albert Bandura zurück und bedeutet, dass Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit ebenso vorhanden ist wie die Überzeugung, einer Aufgabe gewachsen zu sein. Wer den Vorsatz hat mehr Sport zu treiben, darf also ruhig mit einem einzigen Liegestütz anfangen und zufrieden sein, wenn er gelingt.

Intrinsische anstatt extrinsischer Motivation
Argumente wie „du musst“ oder „du sollst“ bauen nur kurzfristig Motivation auf. Laut Psychologieprofessor Richard Ryan von der Universität Rochester bleiben Vorsätze die mit „Du musst“ oder „Du sollst“ meist weniger als zwei Monate aktiv.

Zur extrinsischen (externe) Motivation zählen der Wunsch nach Anerkennung, Geld, Ruhm und Macht. Intrinsische (innere) Motivation dagegen, zeugt von persönlichem Wachstum. Wenn der Neujahrsvorsatz zum Beispiel heißt: „Ich mache heuer eine Weiterbildung, damit ich mehr Geld verdiene“, ist die Motivation mit hoher Wahrscheinlichkeit nach 2 Monaten verflogen. Um langfristig eine zufriedenstellende Veränderung zu erreichen sollte es besser heißen „Ich habe in Sachen xy Fähigkeiten und Interesse und möchte mich darin weiterentwickeln.“

Stress bestimmt das Leben
Aktuelle Stressreports zeigen, dass 50% im Job ständig unter Zeitdruck handeln und nur noch auf äußere Dringlichkeiten reagieren statt sinnvoll, in kleinen Schritten (wir erinnern uns an KAIZEN), zu planen. Dass permanenter Stress die Entscheidungsfähigkeit herabsetzt, ist sehr wahrscheinlich. Ein Experiment zum Thema Entscheidungsfähigkeit in Stresssituation machte Lars Schwabe vom Institut für Kognitive Neurowissenschaft an der Ruhr-Universität in Bochum. Die eine Gruppe der Versuchsteilnehmer erhielt ein Medikament mit Stresshormonen während die zweite Gruppe nur Placebo verabreicht bekam. Alle nahmen an einem Entscheidungsexperiment teil, an dem sie über die Auswahl von Symbolen, Kakao oder Orangensaft bekamen. In der Pause gab es zusätzlich noch Orangen als Snack. Die Versuchspersonen ohne künstlichen Stress wollten daher nach der Pause keinen Orangensaft mehr, weil sie genug davon hatten. Die künstlich Gestressten jedoch änderten ihr Verhalten nicht. Ihre Entscheidungsfähigkeit war scheinbar beeinträchtigt. Auch andere Studien verweisen auf einen „Tunnelblick“ der aufgrund von Stress entstehen kann.
Helfen können schon kleine Unterbrechungen, Spaziergänge und längere Auszeiten an den Wochenenden, damit auch für Veränderungen noch Zeit bleibt.
Zurück zum Neujahrsvorsatz:
KAIZEN setzt sich aus dem Wörtern KAI für „Veränderung“ und ZEN „zum Besseren“ zusammen. Warum also nicht mal, die Fragen aus der Abbildung in Bezug auf den eigenen Vorsatz stellen? Dann mit kleinen, kleinen Minischritten dran arbeiten, sich „zum Besseren“ zu entwickeln.

KVP Prozess

Quelle: wikipedia.org

 

Viel Erfolg und alles Gute für das Jahr 2014!

 


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