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Eine Definition von Achtsamkeit

4. Dezember 2011, 0 Kommentare

Das alte Wissen der buddhistischen Lehre ist wieder gefragt. Das zweieinhalbtausend Jahre alte Wissen finden nicht nur meditierende Yogis interessant. Pioniere wie Kabat-Zinn (Stressreduktion durch Achtsamkeit), Segal, Williams und Teasdale (MBCT Mindful-Based Cognitive Therapy) oder Marsha Linehan (DBT Dialektisch-Behaviorale Therapie) setzen allesamt auf Achtsamkeit.

In meiner Umgebung ist oft noch unklar, was sich hinter dem Begriff Achtsamkeit verbirgt.

Daher eine kurze Erklärung in meinen Worten:

Kennen Sie diesen unbändigen Gedankenstrom in Ihrem Kopf? Wenn Sie über nicht erledigte Aufgaben nachdenken, Geschehnisse des Tages Revue passieren und sich über den nächsten Tag Gedanken machen? Wenn Sie achtsam sind, bewerten Sie diese Dinge nicht. Die Gedanken verweilen im Hier und Jetzt und nicht in der Zukunft oder in der Vergangenheit. Ist es doch so, dass die Zukunft uns oft Angst und die Vergangenheit Sorgen bereitet. Wenn die Gedanken nicht bewertet werden und wir uns nicht ablenken lassen, dann sind wir aufmerksam. Eine Art Konzentration also, aber nicht nur.

Es gibt vier Dimensionen der Achtsamkeit:

(1)    Aufmerksamkeit

Gewahr sein und bewusst Handlungen setzen, etwas bewusst erleben und sich auf eine bestimmte Handlung konzentrieren.

(2)   Gegenwertiger Moment

Die Fähigkeit Gefühle und Gedanken zu beschreiben. Beobachten welche inneren und äußeren Reize uns beeinflussen. Nicht in der Zukunft oder in der Vergangenheit verweilen.

(3)    Akzeptanz

Keine Bewertung des Zustands oder der Geschehnisse. Etwas nicht bewerten und nicht verändern zu wollen. Einfach nur beobachten. Achtung: es bedeutet aber nicht resignieren oder sich abfinden. Im Gegenteil, Akzeptanz ist die Voraussetzung für Veränderung.

(4)   Der innere Beobachter

Die Geschehnisse im Kopf können wie ein Außenstehender beobachtet werden. Es passiert dann nicht so einfach, dass man sich emotional fortreißen lässt. Innere und äußere Reize können so genauer wahrgenommen werden.

Mich interessiert das Thema Achtsamkeit schon seit Jahren, doch arbeiten, studieren und generell das Leben lenkt mich immer wieder davon ab. Doch es nützt, wenn man immer wieder mal daran denkt „achtsam“ zu leben, so wie jetzt.

Wenn Sie noch weiter interessiert sind, hier ist Achtsamkeit auch gut erklärt:  http://www.achtsamleben.at


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